Worin liegt der Unterschied zur Showhypnose?

Nur 15-20% der Menschen sind so suggestibel, dass sie sich tatsächlich für eine Showhypnose eignen. Deshalb achten Showhypnotiseure bei der Auswahl Ihrer Probanden ganz gezielt auf Körpersprache, Aussehen und Mimik, um auch wirklich geeignete Personen für die Show auf die Bühne zu holen. Die Showhypnose arbeitet mit einer sehr starken Trancetiefe, die zwar auf der Bühne beeindruckende Effekte erzeugen kann, jedoch ungeeignet ist für therapeutische Zwecke. Um verhaltensverändernde Prozesse zu bewirken wie im therapeutischen Rahmen angestrebt, eignet sich eine leichte bis mittlere Trancetiefe, bei der Sie in der Regel alles mitbekommen, was passiert. Der Ausnahmefall ist, dass Sie einschlafen. Stressbelastete Patienten mit starken Erschöpfungszuständen, die zum Beispiel durch Schlafmangel ausgelöst sind, können während einer Entspannungshypnose auch in den Schlaf übergleiten, jedoch wird in unserem Studio vorher besprochen, ob dies tatsächlich vom Patienten auch gewünscht ist. Andernfalls ist es Aufgabe des Behandlers darauf zu achten, dass ein Übergleiten in den Schlaf während der Hypnose durch Anwendung entsprechender Techniken verhindert wird.

Ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren - Bekomme ich während der Behandlung alles mit, was passiert?

Dies ist wohl die häufigste Frage, die uns immer wieder begegnet. In der Regel bekommen Sie während Ihrer Hypnosebehandlung alles mit, was passiert. Sie werden in eine leichte bis mittlere Trancetiefe geführt, die Ihnen ermöglicht Ihre Aufmerksamkeit auf Ihr Innerstes zu lenken, so dass es Ihnen leichter gelingt an Ihnen bisher unbewusste (unter Umständen auch bisher verdrängte) Gedanken und Gefühle heranzukommen. An diesen wird während der Hypnose gemeinsam mit dem Behandler gearbeitet. Die meisten Hypnosen in unserem Studio gestalten sich interaktiv, das heißt Ihr Behandler fragt sie während der Sitzung immer wieder nach Gedanken oder Gefühlen, die auftreten und lenkt und gestaltet die Hypnose zielführend anhand Ihres Feedbacks, so dass gemeinsam Lösungswege erarbeitet werden können. Bei Entspannungshypnosen oder auch Hypnosen zur Rauchentwöhnung oder Gewichtsreduktion bleibt der Patient in der Regel überwiegend passiv und folgt gedanklich den Suggestionen des Behandlers, der darauf achtet, dass ein Übergleiten in den Schlaf oder in eine zu tiefe Trance vermieden wird. Die Ausnahme sind Patienten mit starken Erschöpfungszuständen, bei denen vorher besprochen wird, ob ein Übergleiten in den Schlaf in Ordnung ist, wenn der Körper sich die Erholung nimmt, die er in diesem Moment braucht.

Wie fühlt sich der Zustand in Hypnose an?

Das Empfinden während der Hypnose ist individuell verschieden. Für die meisten Menschen ist es vergleichbar mit dem Zustand kurz vor dem Einschlafen, wenn der Körper beginnt loszulassen. Unsere kleinen und großen Patienten beschreiben diesen Zustand als sehr harmonisch und angenehm. Je nachdem, was für ein Thema in der Hypnose bearbeitet wird und wie bedeutend es für den Patienten ist, kann sich dieser Gefühlszustand im Laufe der Hypnose verändern. Wenn jedoch der entscheidende Lösungsweg erarbeitet wurde, stellen sich in der Regel Erleichterung und Wohlbefinden ein.

Wie und wo wirkt die Hypnose?

Wenn wir tagsüber unseren Verpflichtungen in Alltag, Schule oder Arbeit nachgehen, dann kommt überwiegend unser logischer Verstand zum Einsatz. Hierbei ist die linke Hirnhälfte stark gefordert. Unser Unterbewußtsein, Gefühle und kreative Prozesse werden überwiegend in der rechten Hirnhälfte gesteuert. Je besser beide Hirnhälften miteinander arbeiten, desto besser können wir neue Dinge lernen oder Informationen, die uns erreichen, verarbeiten. Wenn Ereignisse vom Gehirn aus verschiedenen Gründen nicht richtig verarbeitet werden konnten, dann kann es sein, dass man zwar vom logischen Verstand her das betreffende Thema recht gut verstanden hat und weiß, wie man damit umgehen sollte, aber das Unterbewusstsein ruft eventuell unpassende Gefühle oder Verhaltensmuster ab, weil möglicherweise verdrängte Inhalte noch vorhanden und unverarbeitet geblieben sind. In der Hypnose wird die rechte Hirnhälfte mit unbewussten Inhalten und Gefühlen aktiviert, so dass es möglich ist, mit genau diesen entsprechend zu arbeiten. So kann es gelingen bestimmte Themen zu verarbeiten oder bestimmte Inhalte tiefer im Gehirn zu verankern als über die rein logische Ebene. Hilfreiche Gedanken, eine neue Einstellung oder neue Gefühle gegenüber einem belastenden Thema können entwickelt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Mensch, der sich beim Anblick von Spinnen sehr unwohl fühlt. Vom Verstand her weiß er eigentlich, dass Spinnen (zumindest in Deutschland) ungefährlich sind. Dennoch empfindet er anders. In der Hypnose kann direkt an diesem Gefühl gearbeitet werden. 

Gibt es Dinge, die gegen eine Behandlung mit Hypnose sprechen?

Unter bestimmten Voraussetzungen darf Hypnose nicht angewendet werden. Deshalb werden bereits beim telefonischen Erstkontakt bestimmte Informationen von uns erfragt. Weiterhin erfolgt in unserem Studio vor der ersten Hypnosesitzung ein ausführliches Anamnesegespräch, bei dem die Vorgeschichte zu Ihrem Behandlungsthema wie auch Ihre gesundheitliche Verfassung und Werdegang dokumentiert werden. Ihr Behandler wird Sie anhand der gewonnenen Informationen darüber aufklären, ob eine Behandlung mit Hypnose möglich ist und Ihnen gegebenenfalls eine andere Therapie vorschlagen. In unserem Studio wird neben der Hypnose noch mit Verhaltenstherapie und Entspannungstechniken gearbeitet.